Wir, das sind die die Taxilenkerinnen und Taxilenker, die ihre Fahrgäste sicher von einem Ort zum anderen bringen. Natürlich gibt es auch bei uns — so wie überall — ein paar schwarze Schafe. Wenn jedoch „die Taxler“ pauschal als ungebildet und unfreundlich bezeichnet oder als Verkehrsrowdies abgestempelt werden oder ihnen Rücksichtslosigkeit im Umgang mit Kundeneigentum vorgeworfen wird, stößt mir das sehr sauer auf! „So sind wir nicht!“, möchte ich dann ganz laut schreien.
Ein Beispiel, das mir kürzlich eine Kollegin erzählt hat: Einer ihrer Kundinnen, die ihren Rollator auf Grund eines gelockerten Rades in ein Sanitätshaus zur Reparatur gebracht hatte, wurde brüsk erklärt: „Das kommt davon, weil die Taxler die Rollatoren in den Kofferraum schmeißen.“
Dagegen wehre ich mich entschieden! Wir „schmeißen“ nicht — nicht nur, um den Rollator zu schonen, sondern auch den Kofferraum! Wir behandeln das Eigentum unserer Fahrgäste sorgfältig! Natürlich kann einmal etwas passieren, ja. Wir sind auch nur Menschen und keine Maschinen. Aber das geschieht nicht mit Absicht. Diese pauschale Aussage des Mitarbeiters eines Sanitätshaus geht gar nicht und unterstellt einer ganzen Berufsgruppe Sorglosigkeit mit fremdem Eigentum.
Ich wünsche mir mehr Respekt vor uns, die wir unsere Taxis durch die Stadt steuern. Und ich wünsche mir mehr Wertschätzung unserer Tätigkeit, die eine wichtige und verantwortungsvolle ist. Ach bitte … Gibt’s irgendwo die Taxifee, die meine Wünsche erfüllt?
Nachsatz: Und nein, nicht jeder kann Taxi fahren (siehe Blogbeitrag vom 5. März 2023)!